Die Komfortansprüche steigen auch in diesem Bereich. Im ersten Moment hört sich die Fußbodenheizung für die Garagenauffahrt zwar als etwas übertrieben an, aber wer schon mal versucht hat aus seiner Garage bei Glatteis oder einer Schneedecke und mit etwas Gefälle in der Auffahrt herauszufahren, der wird schnell erkennen wo der Sinn einer solchen Technik liegt.
Oft befinden sich die Garagen in den Kellergeschossen der Gebäude und sind nur über eine abschüssige Zufahrt zu befahren. Im Winter bringt das schon mal häufiger Probleme und man muss rechtzeitig aufstehen um die Auffahrt von Schnee und Glatteis mit Schaufel und Salz zu befreien. Wenn dann noch rechts und Links der Auffahrt Gartenpflanzen gesetzt sind, sollte man mit dem streuen von Salz sehr vorsichtig sein, da der Garten das nicht gut verträgt.
Die Lösung dafür ist die Garagenauffahrt zu beheizen. Natürlich braucht diese Heizung nicht die Temperaturen wie eine Raumheizung, denn sie soll ja nur die Oberfläche der Auffahrt eis- und schneefrei halten, ist aber durchaus vergleichbar.
Eine beheizte Garagenauffahrt macht sicher nur bei einem komfortablen Einfamilienhaus Sinn, da diese Maßnahme nicht ganz preiswert ist. In jedem Falle sollte dabei darauf geachtet werden, dass die Wärmeerzeugung für die Fußbodenheizung über erneuerbare Energie und hier vor allem über Sonnenenergie realisiert wird.
Wer nicht später die komplette Auffahrt wieder abreißen will und dabei seine mühsam gepflegte Gartenanlage demolieren möchte, der sollte die Bodenheizung für die Auffahrt schon während der Bauplanung berücksichtigen.
Es gibt zwei Varianten sind die denkbar, als Energieerzeuger für die Fußbodenheizung wären. Beide Varianten müssen allerdings bereits während der Rohbauphase ausgeführt werden.
Bei Variante eins werden unterhalb der Fahrbahnoberfläche elektrisch betriebene Heizbänder verlegt, ähnlich wie bei einer Dachrinnenbeheizung. Diese Heizbänder können über eine Photovoltaik Solaranlage mit Strom versorgt werden. Zur Speicherung können entsprechende Batterieanlagen und Umformersysteme eingesetzt werden. Die Heizbänder werden widerstandsabhängig über die Temperatur gesteuert, so dass der Strom erst bei entsprechenden Oberflächentemperaturen fließt und keine unnötige Energie verschwendet wird.
Während die erste Variante auch mit dem Strom aus der Steckdose funktionieren würde, also ohne umweltfreundliche Energieerzeugung auskommt, sollte bei Bodenheizung in der Wasser führenden Version in jedem Fall nur Wärmeenergie eingesetzt werden die mit erneuerbaren Energien erzeugt worden ist. Hierbei werden bereits bei der Erstellung des Bodenaufbaus für die Zufahrt Rohrschlangen auf normalen Fußbodenheizungselementen verlegt und in das normale Heizungssystem eingebunden.
Idealerweise erfolgt für ein solches System die Wärmeerzeugung über eine Solaranlage in Kombination mit einer Wärmepumpe. Die Einbindung in die Heizung benötigt dafür einen gesonderten Regelkreis, so kann die Anlage bei Bedarf auch abgeschaltet werden. Der Strombedarf für die Umwälzpumpen kann wiederum über eine Photovoltaik Solaranlage erzeugt werden. Damit die Fußbodenheizung im Winter bei abgeschaltetem System nicht einfriert, muss der entsprechende Heizkreis mit einem Wasser/Glykol Gemisch gefüllt werden.